25.02.

25. Februar 2015

2014/15 – Marie-Sophie Winter: Festvortrag und Tagung: Texte "dritter Stufe". Deutschsprachige Antikenromane als Musterfälle romanisch-deutschen Literaturkontakts

Reihe: Fellowship der DVA-Stiftung

Zeit
25. – 26. Februar 2015

Öffentlicher Festvortrag am 26.11.2014
Je t’aime – moi non plus. Deutsch-französische Kulturbeziehungen aus der Sicht hochmittelalterlicher Romanautoren
Stadtbibliothek Stuttgart


Tagung, 25.-26.02.2015
Texte "dritter Stufe". Deutschsprachige Antikenromane als Musterfälle romanisch-deutschen Literaturkontakts

Im 12. Jahrhundert konstituiert sich die altfranzösische Romantradition, angefangen mit dem franko-provenzalischen Roman d’Alexandre Albérics de Pisançon, im Zeichen eines Transfers aus der Antike. Im deutschsprachigen Gebiet wiederum etabliert sich mit der Übertragung von Albérics Text durch Lamprecht um die Mitte desselben Jahrhunderts ein Verfahren der Textproduktion, welches für die literaturgeschichtliche Entwicklung der nächsten Jahrhunderte ausschlaggebend werden soll: die Be- und Umarbeitung altfranzösischer Vorlagen.

Die Tagung macht es sich zum Ziel, die deutschsprachigen Antikenromane als Produkte des ihnen zugrunde liegenden doppelten Transfers, somit als ‚Texte dritter Stufe‘ zu perspektivieren. Ihre Konzeption setzt dabei auf zwei Ebenen an: Einerseits gilt es, in detaillierten Vergleichsanalysen die Spezifika der deutschen Texte herauszuarbeiten, welche sich im Zusammenspiel, aber auch in produktiver Auseinandersetzung mit der romanischen und der lateinischen Kultur und Literatur konstituieren und behaupten. Andererseits sollen auf einer methodischen Ebene bereits existierende Beschreibungsmodelle für literarische Transferprozesse  auf ihre Implikationen befragt und um alternative Beschreibungsansätze ergänzt werden.

Alle Vorträge fanden im "Kabinett Fräulein Friz" in der Stadtbibliothek Stuttgart statt.

Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart, Kabinett Frl. Fritz
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