"Kultur und Technik"

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Podcast-Episoden

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges, im September 1914, wurde die Kathedrale von Reims von der Deutschen Armee beschossen und in Brand gesetzt. Das Ereignis löste aufgrund der symbolischen Bedeutung des Bauwerks als Krönungskirche und Nationaldenkmal weltweite Empörung aus. Die Deutschen galten von nun an als Hunnen und Vandalen, die in den Krieg gezogen seien, die französische Kultur zu zerstören. Der Flut von Propagandaschriften und Postkarten wurde von deutscher Seite mit der Einrichtung des „Kunstschutzes" entgegnet, einer der Armee zugeordneten Abteilung von Denkmalpflegern. Die Erinnerung an die Zerstörung der Kathedrale belastete die politischen und kulturellen Beziehungen beider Länder in den folgenden Jahrzehnten schwer. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg vermochten de Gaulle und Adenauer einen Prozess der Versöhnung zwischen den beiden Ländern einzuleiten, den sie mit einer Messe in der Kathedrale von Reims symbolisch zum Ausdruck brachten. Wenige Monate später wurde im Jahre 1963 der Élysée-Vertrag unterzeichnet, der die Zusammenarbeit und Partnerschaft der beiden Länder begründete.

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Wer nach der Geschichtlichkeit von Gefühlen fragt, handelt sich ungläubige Nachfragen ein. Sind Gefühle nicht etwas Allgemein-Menschliches und damit Überzeitliches? Kannten nicht schon die Menschen der Antike Angst, Zorn, Neid und Liebe? Gingen Bürger und Bürgerinnen nicht schon 1848 oder 1918 aus Wut und Empörung auf die Straße und forderten, ähnlich wie 1989 in der DDR, einen politischen Regimewechsel? Und wie lassen sich Gefühle überhaupt dingfest machen, so dass sie für Historiker fassbar und deutbar sind? Die Historikerin Prof. Dr. Ute Frevert ist Direktorin am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, wo sie seit 2008 den Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ leitet. Ihr Vortrag wurde umrahmt von der Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19|19“, die sie gemeinsam mit Bettina Frevert für die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Heiko Maas erarbeitet hat.

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Die Podiumsdiskussion im Lindenmuseum am 29. April 2019 thematisierte die aktuelle Kontroverse eines angemessenen Umgangs mit den Beständen völkerkundlicher Sammlungen. Die beiden herausragenden Protagonisten der Debatte, Bénédicte Savoy und Albert Gouaffo, diskutieren mit der Fachreferentin für Afrika des Linden-Museums, Sandra Ferracuti, und der Staatssekretärin Petra Olschowski über die Rückgabe afrikanischen Kulturerbes.

Moderation: Sigrid Brinkmann, Deutschlandfunk Kulturoy

 

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In reaction to growing discontent in democratic societies, many conceptions of democracy offer reform proposals that are supposed to be helpful “shortcuts” for solving difficult problems of democratic governance such as overcoming disagreements, citizens’ political ignorance, or poor-quality deliberation within the public sphere. I examine the institutional proposals offered by deep pluralist, epistocratic and lottocratic conceptions of democracy. I show that, for all their conceptual and political differences, these conceptions promise to help us reach better political outcomes ‘faster’ by relying on citizens’ blind deference to the political decisions of others. However, an expectation of blind deference is quintessentially incompatible with the democratic ideal of self-government. In addition, these proposals naively assume that a political community can reach better outcomes if it bypasses the actual beliefs and attitudes of its own citizens. Unfortunately, there are no shortcuts to make a political community better than its members, nor can a community achieve progress ‘faster’ by leaving its citizens behind. Against these views, I conclude that the only road to better political outcomes is the long, participatory road that is taken when citizens forge a collective political will by changing one another’s hearts and minds.

Cristina Lafont ist Professorin für Philosophie und leitet das Department of Philosophy an der Northwestern University in Illinois, USA. Sie hat bei Jürgen Habermas promoviert.

Veranstaltung des IZKT der Universität Stuttgart in Kooperation mit der Stadtbibliothek Stuttgart und der Berthold Leibinger Stiftung.

 

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Soziale Gerechtigkeit bzw. justice sociale wünschen wir uns alle. Besonders in Wahlkampfzeiten taucht dieser Begriff als Forderung nach „mehr Gerechtigkeit“ ganz oben auf der politischen Agenda auf. Doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Wenn man sie genauer betrachtet, stellt man fest, dass sie sich nicht so einfach definieren lassen, wie es auf den ersten Blick erscheint. Auch wird deutlich, dass diese Sammelbegriffe in ihren jeweiligen nationalen Kontexten mit anderen Inhalten gefüllt werden. Soziale Gerechtigkeit und justice sociale sind nur anscheinend identisch – es sind typische sog. „falsche Freunde“. Die deutsch-französische Reflexion von Isabelle Bourgeois über diese Begriffe trägt dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden, und durch den Vergleich das Thema selbst zu erhellen.

Isabelle Bourgeois betreibt die Dialogplattform www.tandem-europe.eu. Zwischen 1988 und 2017 forschte sie am Centre d’Information et de recherche sur l’Allemagne contemporaine (CIRAC). Die vielfach ausgezeichnete Journalistin ist zudem Chefredakteurin der Zeitschrift Regards sur l’économie allemande. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Henrik Uterwedde, der als ehemaliger Vizedirektor des Deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg (DFI) zu den herausragenden Kennern Frankreichs gehört.

Die Veranstaltung wurde von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.

 

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In jeweils einem Impulsreferat und dem anschließenden Podiumsgespräch gingen der französische Philosoph Prof. Dr. Jean-Luc Nancy (Universität Straßburg) und der Ministerpräsident MdL Winfried Kretschmann der Frage nach, was es bedeuten könnte, den Krieg tatsächlich zu überwinden und an einer Kultur des Friedens zu arbeiten. Sie bauten dabei verschiedene Brücken, zwischen Frankreich und Deutschland, Straßburg und Stuttgart, aber auch zwischen der Philosophie und der Politik.

Moderation: Dr. Felix Heidenreich (IZKT) Ein Kooperationsprojekt des IZKT der Universität Stuttgart, des Institut français, dem Hospitalhof und dem Literaturhaus Stuttgart.

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In seinem Vortrag und der anschließenden Podiumsdiskussion mit der Professorin für internationalen Städtebau, Astrid Ley und der Professorin für Soziologie, Cordula Kropp, am 21. Januar 2019 zeigte der renommierte holländische Politologe, Stadtplaner und Professor für Urban Futures, Maarten Hajer, wie die Zukunft in die Gegenwart geholt werden kann.  Er verknüpfte dabei seine Erfahrungen der wissenschaftlichen Analyse mit jenen der Politikberatung und der künstlerischen Eröffnung neuer Denkhorizonte. 

Eine Veranstaltung des IZKT und des Instituts für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart in Kooperation mit der Stadtbibliothek Stuttgart.
 

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Moderne Kulturwissenschaften sind seit ihrem Ursprung um 1900 Krisenerforschung, sie registrieren die Umbrüche und Irritationen der Gegenwart und versuchen, mit wissenschaftlicher Methodik Orientierung zu geben. Insofern gehört die Zeitdiagnose zu ihrem Geschäft. Was verändert sich, wenn wissenschaftliche Forschung durch dreiste Propaganda unterlaufen wird, wenn geistigen Eliten pauschal Lügenhaftigkeit unterstellt wird und die politische Auseinandersetzung von „alternativen Wahrheiten“ geprägt ist?

Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie war von 2007 bis 2017 Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen und ist Mitherausgeber der Zeitschrift "Blätter für deutsche und internationale Politik".

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