14.05.

14. Mai 2010, 21:30 Uhr

Ulrich Gaier: Gedenkorte in schwäbischer Dichtung

Zeit
14. Mai 2010, 21:30 Uhr

Grund zum Gedenken an eine große Vergangenheit hatten die Schwaben seit 1268, als der letzte staufische Herzog Konradin mit Unterstützung des Papstes um seinen Kopf, die Kaiserkrone und das größte Herzogtum im Heiligen Römischen Reich gebracht wurde: Wer auf den Hohenstaufen stieg, ging ergriffen heim, schrieb ein Konradin-Drama oder eine Gedenkode, warb für "Groß-Schwaben" oder den Südweststaat, um das alte Herzogtum "Suevia" möglichst zu rekonstruieren. Ähnliche Geschichtstiefe gewannen der "Berg mit dem rötlich strahlenden Gipfel" oder das Schloss Tübingen, in dem durch den Tübinger Vertrag 1514 die erste konstitutionelle Monarchie begründet wurde. Die alten Landeshistoriker wie Bebel, Crusius, Moser, Dichter wie Conz, Schubart, Schiller, Stäudlin, Hölderlin, Uhland und sein Kreis hielten das Gedenken lebendig, Gustav Schwab beflügelte die schwäbischen Wanderschuhe historisch - und was lässt sich zu Schloss Lichtenstein sagen?

Abendvortrag im Rahmen des Symposiums Provinzielle Weite. Württembergische Kultur um Ludwig Uhland, Justinus Kerner und Gustav Schwab.

Stadtbücherei Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 2, Max-Bense-Saal
Zum Seitenanfang