14.06.

14. Juni 2017, 22:00 Uhr

Vortrag und Gespräch mit Eva Illouz: Nationalismus. Emotion

Zeit
14. Juni 2017, 22:00 Uhr

Wie verschränken sich Nationalismus und Emotion? Welche Gefühle und Leidenschaften ruft der Nationalismus hervor, wie werden Emotionen instrumentalisiert? Wieso und warum nimmt der Nationalismus so eindringlich Bezug auf die Toten und die Gräber? In ihrem letzten Essayband „Israel“ geht die international bekannte Professorin für Soziologie und Anthropologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem, Eva Illouz, diesen Fragen am Beispiel Israels nach. Anhand aktueller politischer Entwicklungen und persönlicher Erfahrungen zeichnet sie ein drastisches Bild der israelischen Gesellschaft: Die zunehmende Identifikation mit Ethnie und Religion, so ihre These, droht deren liberalen Charakter zu unterwandern. Illouz’ viel beachtete und kontrovers diskutierte Texte kombinieren scharfsinnige Analysen mit einem kompromisslosen Plädoyer für eine offene Gesellschaft – eine dringend benötigte Stimme aus einer von Extremismus gezeichneten Region. Und eine dringend benötige Stimme, die auch für unser Nachdenken über die Zukunft europäischer Gesellschaften von großer Bedeutung ist. 

Moderation: Lothar Müller

Eva Illouz ist Professorin für Soziologie und Anthropologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- /für Studierende frei

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem IZKT und der Initiative „Offene Gesellschaft“.
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 4, 70174 Stuttgart
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