26.04.

26. April 2013

Texte digital: XML und TEI in der geisteswissenschaftlichen Praxis

Reihe: Workshop-Reihe: Techniken der Digital Humanities in der Diskussion

Zeit
26. – 27. April 2013

Die eXtensible Markup Language – kurz: XML – hat sich seit ihrer Einführung Ende der 1990er Jahre als Standardformat für den Austausch von Daten sowie zur Auszeichnung digitaler Texte aller Art etabliert. Für Geisteswissenschaftler stellen die von der Text Encoding Initiative (TEI) ausgearbeiteten Richtlinien die wichtigste Anwendung dar. So existieren Module zur digitalen Edition einschlägiger Texte verschiedener Gattungen. Aus entsprechend nachhaltig aufbereiteten Texten können Online- und Print-Publikationen abgeleitet werden. Der Workshop bietet die Gelegenheit, die Grundlagen von XML und TEI zu erlernen, und ermöglicht zugleich, die Probleme der Textauszeichnung, wie sie sich in der Forschungspraxis stellen, an einem Beispiel genauer zu diskutieren.


Programm


Freitag, 26. April 2013, 09.30-13.00, 14.30-18.00 Uhr
Keplerstr. 17 (KII), Raum M. 17.16

Kerstin Eckart/Jens Stegmann (IMS Stuttgart):

Einführung in XML und TEI
Der Kurs führt in die Grundlagen von XML und TEI ein und vermittelt anhand kleiner Übungseinheiten praktische Grundkenntnisse der Textkodierung in XML (und des Dokumentenformats der TEI). Gegebenenfalls kann ergänzend auf XML-basierte Metadatenformate sowie aktuelle Entwicklungen bzgl. Anwendungen für die Digital Humanities (z.B. im Kontext des Projekts CLARIN-D) eingegangen werden.

Voraussetzung: internetfähiges Notebook mit Browser, einem Texteditor (z.B. Microsoft Editor/Notepad, Emacs, ...) und den XML-Editor xml copy editor (unter http://xml-copy-editor.sourceforge.net/).

Die Zahl der Teilnehmer ist auf 30 begrenzt.


Samstag, 27. April 2013, 09.30-13.00 Uhr
Keplerstr. 17 (KII), Raum M. 17.22

PD Dr. Sonja Glauch (Uni Erlangen), Jakub Šimek (Uni Heidelberg), Philipp Vanscheidt (Uni Trier):

TEI in der Diskussion
Wenn man als Geisteswissenschaftler mit XML/TEI arbeitet, befindet man sich in einer besonderen Situation: Die Texte, gerade wenn es ältere sind, sind höchst individuell, die Kodierungssprache, in die sie übersetzt werden müssen, ist dagegen wie jedes Regelwerk auf Allgemeingültigkeit angelegt. Wie man mit diesem Spannungsverhältnis umgehen kann, soll am Beispiel der Edition mittelhochdeutscher Texte (Minnesang, Thomasin) diskutiert werden. Dabei wird es um eher praktische Fragen genauso gehen wie um die ganz grundsätzliche, ob sich nämlich TEI für die historische Editionswissenschaft überhaupt eignet.


Anmeldung:
Listeneintrag im Sekretariat der Germanistischen Mediävistik, Keplerstr. 17, Raum 3.023

Hinweis für Studierende:
Wenn Sie beide Veranstaltungen besuchen, können Sie sich diese als Schlüsselqualifikation anerkennen lassen.

Kontakt und Informationen:
Prof. Dr. Manuel Braun (manuel.braun@ilw.uni-stuttgart.de)
Institut für Literaturwissenschaft
Abt. Germanistische Mediävistik 

Hinweis für alle Interessenten:
Die Reihe wird im Wintersemester 2013/14 fortgesetzt.

Eine Veranstaltung des IZKT und des Instituts für Literaturwissenschaft/Abt. Germanistische Mediävistik. 

Universität Stuttgart, Keplerstr. 17 (KII), 26.04. Raum 17.16, 27.04. Raum 17.22
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