24.05.

24. Mai 2014, 19:37 Uhr

Symposium „Technik und Semantik der Sinne. Zur Philosophie des Weins“

Zeit
24. Mai 2014, 19:37 Uhr

Ist Wein ein natürliches oder technisches Produkt? Gerade heutzutage in Zeiten des ökologischen Weinbaus ist der Anspruch groß, einen natürlichen Wein („Naturwein“) zu produzieren. Ungeachtet dieses Anspruchs ist offenkundig, dass der Weinbau auf eine mehr als tausendjährige alte Kulturtechnik zurückblickt und daher alles andere als ein reines Naturobjekt ist. Gleichwohl zeigt die aktuelle Diskussion um das Terroir den Versuch, Wein als Teil der Natur oder zumindest einen Ausdruck einer bestimmten Natur zu deuten.

Weitere zentrale Fragen, denen in den Vorträgen nachgegangen werden soll, lauten: Inwiefern lässt sich der Geschmack des Weins naturwissenschaftlich analysieren? Sind somit Geschmacks- und Werturteile u.U. objektiv bestimmbar? Was sind die biologischen Grundlagen des Weins? Welche Rolle spielt die Technik? Führt der Klimawandel dazu, dass heimische Sorten vermehrt durch ausländische ersetzt werden? Was sind die wahrnehmungstheoretischen Voraussetzungen des Weintrinkens und unterscheiden sie sich auf spezifische Weise von anderen sensorischen Erlebnissen? Wodurch zeichnet sich die Sprache aus, mit der Wein beschrieben wird? Welchen Status haben Werturteile über den Wein? Sind sie rein subjektiv oder lassen sie sich verifizieren? Ist Wein als Kulturgut vergleichbar mit Kunstwerken?

Da die Räumlichkeiten begrenzt sind, wird um verbindliche Voranmeldung gebeten: jakob.steinbrenner@philo.uni-stuttgart.de.

Für die Tagungsgäste besteht zudem die Möglichkeit, sich für Mittagessen und/oder Abendessen anzumelden.

Eine Veranstaltung des Internationalen Zentrums für Kultur und Technikforschung (IZKT) und des Instituts für Philosophie der Universität Stuttgart

Kontakt und Information: Jakob Steinbrenner, Institut für Philosophie (e-mail s.o.

Programm

Weinhandlung Kreis, Böheimstr. 43, 70199 Stuttgart (Tel. 0711 762839)
Zum Seitenanfang