21.06.

21. Juni 2007

Symposium: Europe en mouvement. Mobilisierungen von Europa-Konzepten im Spiegel der Technik

Zeit
21. Juni 2007 – 23. Juni 2004

"Europe en mouvement" fragt, welche Rolle Konzepte der Technik für die Entwicklung Europas spielen. Ist die Technik der Gegenspieler der geistigen Tradition Europas (kulturpessimistische Variante)? Stellen Techniken ein Mittel zur Bewältigung kontingenter Unwägbarkeiten dar (technikoptimistische Variante)? Sind Technologien gar der Garant für die Sicherung Europas innerhalb globaler Weltmächte (technokratische Variante)?

Auch in der aktuellen Gegenwart bleibt die Idee ‚Europa’ eine Herausforderung. Europa erscheint als ein Schnittpunkt von Handlungsvollzügen, deren kulturelle Formationen maßgeblich von technologischen Praktiken und Experimenten geprägt sind. Dies gilt nicht nur für die Akzeptanz und Förderung technischer Kulturen. Ebenso signifikant sind die Resistenzen wissensvermittelnder Interdiskurse gegenüber der Technik in Hinblick auf ein gemeinsames Europa-Projekt. Der Blick auf Europa als technologisches Diskursfeld vermag somit zu verdeutlichen, dass der Gestaltungsspielraum Europas einerseits durch seine traditionelle Kulturgeschichte unhintergehbar vorgeprägt ist. Andererseits bleibt Europa ein bewegliches Projekt, das nicht zuletzt im Spiegel der Technik ein spezifisches kulturelles Profil entfaltet.



Programm


Donnerstag, 21.06.07

9.30 Uhr
Georg Maag (Stuttgart)
Begrüßung

10.00 Uhr
Angela Oster (München)
Einführung

10.30 Uhr
Holger Sonnabend (Stuttgart): 
Die Entdeckung der Technik im Europa der Antike

11.30 Uhr 
Mittagspause

14.00 Uhr
Burkhardt Wolf (Berlin):
Gubernatoris ars. Das Schiff als Medium europäischer Herrschaftstechnik

15.00 Uhr
Marcus Popplow (Cottbus): 
Europa wider Willen? – Geheimhaltung und Verbreitung technischer Expertise in der Frühen Neuzeit

16.00 Uhr
Pause

16.30 Uhr
Jan-Henrik Witthaus (Duisburg): 
Dynamisierungen Europas durch die Wissenschaftspresse und mechanischen Künste im 18. Jahrhundert


Freitag, 22.06.07

9.30 Uhr
Angela Oster (München): 
Aeronautische Europaperspektiven in Frankreich und Deutschland – Technische und literarische Euphorien der Ballon-Luftfahrt (1783 bis 1873)

10.30 Uhr
Claude Conter (München):
»Das Medium der Worte ist ausgeschaltet« (Hugo von Hofmannsthal) – Limitative Wissenstransformationen von Technik in der (europäischen) Literatur des 19. Jahrhunderts

11.30 Uhr 
Mittagspause

13.30 Uhr
Almut-Barbara Renger (Frankfurt): 
Eine Prinzessin in Bewegung – Europa und der Stier: Überlegungen zum griechischen Mythos und seiner Rezeption

14.30 Uhr 
Roland Ißler (Bonn)
Europas Aufbruch auf dem Stier der Zukunft. Ein Mythos zwischen Technikprogressionen und antiken Reminiszenzen in Lyrik und Oper der französischen Moderne

15.30 Uhr
Pause

16.00 Uhr 
Sabine Schrader (Dresden/Berlin): 
Sonderweg Italien – Kritische Technikbilder auf dem Hintergrund Europas


Samstag, 23.06.07

9.30 Uhr
Vera Hofmann (Darmstadt):
Die Philosophie baut Europa: Versuch zur Technik bei Heidegger und Derrida

10.30 Uhr
Anne-Marie Saint-Gille (Lyon): 
„Paneuropa“ und „Apologie der Technik“ –Versuch einer Überwindung des Kulturpessimismus

11.30 Uhr
Alexander Gall (München): 
„Die Technik als völkerversöhnendes Element“ – Das Atlantropa-Projekt Herman Sörgels und die Einigung Europas 
Internationales Begegnungszentrum der Universität Stuttgart, Robert-Leicht-Straße 161
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