06.06.

6. Juni 2019, 21:30 Uhr

Stefan Aykut: Wege aus der Klimakrise – „Energiewende“ und „transition énergétique“ im Vergleich

Reihe: Frankreich-Schwerpunkt

Zeit
6. Juni 2019, 21:30 Uhr
Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hat sich die Weltgemeinschaft darauf geeinigt, die globale Erwärmung auf „deutlich unter 2°C“ – wenn möglich sogar 1,5°C – im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die globalen CO2 Emission in den nächsten Jahrzehnten drastisch reduziert werden. Wie genau dies geschehen soll, bleibt aber den Vertragsstaaten überlassen.
Deutschland und Frankreich gehen hier unterschiedliche Wege: Hierzulande wurde unter dem Schlagwort der „Energiewende“ eine umfassende Transformation des Energiesystems eingeläutet. Demgegenüber verweist Frankreich auf die Rolle der Atomkraft für seine vergleichsweise niedrigen pro-Kopf-Emissionen und strebt eine „transition énergétique“ an, die vor allem auf die „Dekarbonisierung“ und Diversifizierung des Energiesektors abzielt. Beide Länder stehen trotz dieser Unterschiede vor ähnlichen Fragen und Herausforderungen: Welchen Spielraum hat nationale Politik noch in einem zunehmend harmonisierten europäischen Kontext? Wie kann die Bezahlbarkeit von Energie gewährleistet werden, damit der Umbau der Energiesysteme nicht zu neuen Ungleichheiten führt? Und welche Antwort findet Politik auf die Proteste, die tiefgreifende Transformationsprozesse unweigerlich begleiten?

Vortrag auf Deutsch.

Auf Einladung von Prof. Dr. Patrick Bernhagen, Institut für Sozialwissenschaften

Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänderplatz 1
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