31.05.

31. Mai 2017, 21:00 Uhr

Reihe "Die Wucht der Worte" | Wolfram Pyta: Völkischer Sprachgebrauch

Zeit
31. Mai 2017, 21:00 Uhr

Wo liegen die historischen Wurzeln jener diffusen, aber wirkungsmächtigen Angst vor der „Entfremdung", wie sie sich derzeit wieder einmal in Parolen und Pamphleten artikuliert? Woher stammt das demagogische Reden von „Umvolkung", das die politische Debatte nicht mehr nur im rechtsextremen Lager kennzeichnet? Wie konnte der Begriff „Volk" zu einem Konzept werden, mit dessen Hilfe Inklusion mittels Exklusion proklamiert wurde?

Prof. Dr. Wolfram Pyta (Universität Stuttgart, Historisches Institut) greift diese Fragen auf, indem er sie in den geschichtlichen Kontext einordnet. Sein Vortrag diskutiert die Entwicklung des völkischen Denkens als einer distinkten Spielart des Nationalismus seit dem späten 19. Jahrhundert und zeigt dabei, wie sich die Vertreter dieses radikalen, völkischen Nationalismus, der durch den Ersten Weltkrieg weiter verschärft wurde, schließlich einen homogenen, exklusiven und zugleich aggressiven Volksbegriff zu eigen machten.

Prof. Dr. Wolfram Pyta ist Leiter der Abteilung Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart. Veranstaltung im Rahmen des Kooperationsprojekts „Die Wucht der Worte. Vorschläge für einen zivilisierten Diskurs", bei dem das IZKT Kooperationspartner ist.

Näheres zum Projekt und zu den weiteren Veranstaltungen finden Sie hier >>

und unter http://www.geissstrasse.de/projekte/die-wucht-der-worte/

Universität Stuttgart, Keplerstr. 11, 70174 Stuttgart, Raum 11.62
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