12.02.

12. Februar 2013, 20:15 Uhr

Michael Hampe (Zürich): Tiefenökologie: politische Bewegung, angewandte Ethik oder Metaphysik – Was ändert kollektive Verhaltensweisen?

Reihe: Ringvorlesung: Zukunftsprojekt Erde – Globalisierung, Technisierung und Gerechtigkeit gegenüber Mensch und Natur

Zeit
12. Februar 2013, 20:15 Uhr
Das Projekt der Tiefenökologie, wie sie vor allem durch den norwegischen Philosophen Arne Naess begründet wurde, soll philosophisch untersucht werden. Die Tiefenökologie ist aus drei Gründen philosophisch interessant: Erstens methodisch, weil sie meist als eine Variante der Umweltethik eingeordnet und kritisiert wird, zweitens inhaltlich wegen ihrer Kritik am Anthropozentrismus und drittens, abermals methodisch, wegen ihres Bestrebens, einen grundlegenden Wandel in der Zivilisation durch philosophische Theorien (der Wahrnehmung und der Wirklichkeit) oder genauer: durch Texte herbeizuführen, die der theoretische Teil von dem sind, was Naess eine „Bewegung“  (movement) nennt.

Michael Hampe studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Biologie und Psychologie in Heidelberg und Cambridge/England. Er ist Professor für Philosophie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. 
Publikationen (Auswahl): Erkenntnis und Praxis. Zur Philosophie des Pragmatismus, Frankfurt am Main 2006; Kleine Geschichte des Naturgesetzbegriffs, Frankfurt am Main 2007, Die Macht des Zufalls. Vom Umgang mit dem Risiko, Berlin 2007, Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück, München 2009, Tunguska oder Das Ende der Natur, München 2011.
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