25.01.

25. Januar 2009

Elisabeth Bronfen (Zürich): Hamlets Verschwörungstheorie und Ophelias ethischer Akt

Reihe: Hamlet-Foyer

Zeit
25. Januar 2009

Elisabeth Bronfen ist Professorin für Anglistik und Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich. Der Forschungsschwerpunkt von Prof. Bronfen liegt u.a. in den Bereichen der Kultur- und Literaturwissenschaften.

Hamlets Rache und Ophelias Hysteria sollen in Bezug auf den Code der Verschwörungstheorie vorgestellt werden. Es geht dabei um die gegenseitigen Implikationen der modernen Subjektivität und des skeptischen Zweifels. Zugleich soll die kühne Frage aufgeworfen werden, in wie weit Hamlets Verdacht, sowohl gegen Claudius als auch gegen Gertrud, ihm zur Sicherheit eines Glaubens wird, der ihn vor radikaler Skepsis schützt und die Kontingenz des Todes ausblendet. Ophelias hysterische Trauer wird der von Hamlet zur Schau gestellten Verschwörungsfantasie kontrastiv gegenüber gestellt. Sie agiert den Tod aus, den er nur reflektiert, und antwortet damit auf seine paranoide Logik eines radikalen Zweifels mit einer radikalen Handlung. 

Eine Veranstaltung des IZKT im Rahmen der Vortragsreihe Hamlet-Foyer.



Schauspiel Stuttgart, Oberer Schlossgarten 6
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