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Erste Stuttgarter Zukunftsrede mit Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann, einer der profiliertesten deutschsprachigen Schriftsteller, hat am 9. Februar 2021 unter dem Titel „Mein Algorithmus und Ich“ über Künstliche Intelligenz und Kreativität gesprochen.
[Foto: Christoph Niemann]

Mein Algorithmus und Ich

„Mein Algorithmus und Ich“ war ein literarisch kunstvoll gestalteter Bericht über ein Experiment, das vor rund einem Jahr in Palo Alto im Silicon Valley als eine „Reise in die Zukunft“ begann. Sein Ziel: gemeinsam mit einer Künstlichen Intelligenz, dem Programm CTRL, eine Kurzgeschichte zu verfassen. Obwohl das Ziel des Experimentes nicht erreicht wurde, wie Kehlmann bereits zu Beginn seiner Rede verriet, veränderte es seine Vorstellungen von der KI. Die Frage Kann ein Algorithmus schöpferisch werden? müsse er allerdings mit Nein beantworten. Der Algorithmus generiert Sprache allein als Zweitverwerter aufgrund von Wahrscheinlichkeiten. Erst wenn er eigenständige Metaphern finden würde, die verändern, wie wir die Welt sehen, „so wie Proust oder Nabokov das konnten“, wäre er kreativ. Die Interaktion mit der KI war für den Schriftsteller dennoch faszinierend, bisweilen zauberisch. 

An die Rede schloss sich ein lebhaftes Gespräch Kehlmanns mit Michael Resch an, dem Direktor des Höchstleistungsrechenzentrums (HLRS) in Stuttgart, moderiert von der Wissenschaftsjournalistin Eva Wolfangel.

Ein Bericht des HLRS zu der Veranstaltung findet man >> hier.

Werkstattgespräch mit Daniel Kehlmann und Studierenden der Universität Stuttgart

Im Anschluss an die erste Stuttgarter Zukunftsrede stand Daniel Kehlmann am 10. Februar 2021 zu einem Werkstattgespräch zur Verfügung.

Das IZKT hatte im Vorfeld eine große Anzahl von Fragen an den Schriftsteller erhalten, die nun, thematisch sortiert, von Felix Heidenreich weitergegeben wurden. So entstand ein virtuelles Gespräch zwischen Kehlmann und zahlreichen Studierenden, Lehrenden und sogar einigen Emeriti. Wie verändern die Algorithmen unser Denken, unsere Selbstbilder, unsere Erwartungen an Literatur?

Die erste Stuttgarter Zukunftsrede in den Medien

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