| Zeit: | 7. Mai 2025, 17:30 Uhr |
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| Veranstaltungsort: | Universität Stuttgart, Campus Vaihingen, Café frei[raum], Pfaffenwaldring 45, 70569 Stuttgart |
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Wir schreiben das Jahr 2090. Nach Jahrzehnten globaler Krisen und dem Kampf um die letzten Ressourcen des einst so blauen Planeten begann die Grüne Revolution. Aus der Not heraus entwickelten die Menschen neue Strategien und Technologien, um die verbliebenen Ressourcen bestmöglich zu nutzen und den Lebensraum auf der Erde zu erhalten. Seit knapp einem Jahrzehnt befindet sich das Weltklima auf einem stabilen Niveau.
Mitten im Pazifik, an einem der schmutzigsten und lebensfeindlichsten Orte des späten Fossilkapitalismus, erinnert das Museum des Anthropozäns an die verheerenden Folgen des Erdölzeitalters. Ursprünglich als Forschungsstation gebaut, bietet es heute Einblick in Konsumartefakte des frühen und mittleren Anthropozäns — und in Technologien sowie Konzepte, die den verbleibenden Bewohnern der Erde halfen, ihren Lebensraum zu sichern und langfristig zu regenerieren.
In ihrem ersten Gemeinschaftsprojekt widmen sich der Berliner Künstler Felix Pestemer und der Bioverfahrenstechniker Simon McGowan dem Thema Kunststoffe und linearem Ressourcenverbrauch. Das fiktive Museum des Anthropozäns macht es möglich, die Problematik des Umgangs mit Kunststoffen anschaulich zu vermitteln und zugleich reale Lösungsansätze weiterzudenken — in Form eines populärwissenschaftlichen Zukunftsszenarios, das wissenschaftlich informiert, verständlich und visionär ist.