24.04.

24. April 2009

2009 - Alfred Nordmann (Darmstadt): Die Gegenwart einer Zukunftstechnologie. Eine Expedition in die Nanowelten von Liliput und Laputa

Reihe: Fellowship der Alcatel-Lucent Stiftung

Zeit
24. April 2009 – 10. Juli 2009
Vorlesungsreihe des Fellow der Alcatel-Lucent-Stiftung am IZKT der Universität Stuttgart
Alfred Nordmann
(TU Darmstadt/University of South Carolina)

Jeweils freitags, 11.30-13.00 Uhr
(bei den Doppelsitzungen am 08.05., 19.06 und 10.07.09 zusätzlich 14.00-15.30 Uhr)


Die Vorlesung widmete sich der Geschichte und Theorie der Nanotechnologie als einer visionär aufgeladenen Forschungspraxis. Dabei geht es nicht um nanotechnologische Forschung allein. Nanotechnologie wird vielmehr als exemplarische Technowissenschaft verstanden. Die Auseinandersetzung mit ihr soll das Programm einer allgemeinen Technowissenschaftsphilosophie begründen. Die Differenz von Wissenschaft und Technowissenschaft, Wissenschaftsphilosophie und Technowissenschaftsphilosophie wurde anhand der Repräsentations- und Visualisierungspraxis, des Natur- und Technikbegriffs, des Erkenntnisinteresses an Theoriewissen und Fertigkeitswissen, aber auch anhand ihres unterschiedlichen Zukunftsbezugs verdeutlicht.

Programm:

24.04.09: Postkarten aus der Nanowelt

08.05.09: Maschine und Material

22.05.09: Nanotechnowissenschaft

29.05.09: Hybride Dispositionen

12.06.09: Abstandsverlust

19.06.09: Wunderbare Technik

26.06.09: Mit der Natur über die Natur hinaus

03.07.09: Zukunftstechnologie ohne Zukunft

10.07.09: Kitsch und Kunst

Für HörerInnen aller Fakultäten und die interessierte Öffentlichkeit. Die Veranstaltung wird als Zusatz-, Wahl- und Wahlpflichtfach angeboten. Scheine können in Absprache mit dem Dozenten erworben werden.

Festvortrag:

02.07.09: Wissenschaft und Aufklärung – das Ende einer glücklichen Beziehung?

Wir leben im Zeitalter der Technowissenschaften, das das Zeitalter von Wissenschaft im Dienste der Aufklärung abgelöst hat. Die Fragen nach Glaubwürdigkeit und Verantwortlichkeit der Forschung stellen sich damit neu. Ausgangspunkt ist dabei eine von der Forschung selbst erzeugte allgemeine Ratlosigkeit angesichts ihrer Verheißungen. Antworten finden sich erst, wenn zunächst einmal der technologische Charakter einer Forschung anerkannt wird, die robuste Modelle liefert, statt nach wahrem Wissen zu streben.  

Universität Stuttgart, Bereich - Stadtmitte, Keplerstr. 11, KI, Raum M 11.42
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