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SUMMARY:Tagung: Technologien der Emotionalisierung. Gefühle in technisierten Lebens- und Arbeitswelten. Interdisziplinäre Perspektiven
DESCRIPTION:Ziel dieser interdisziplinären Tagung ist es, den gegenwärtigen digitalen Strukturwandel unter der Fragestellung in den Blick zu nehmen, welchen Veränderungen das menschliche Gefühlsleben in technisierten Lebens- und Arbeitskontexten ausgesetzt ist. Im Hintergrund steht die Beobachtung, dass aus der (jahrtausendealten) Kulturtechnik der rhetorischen Beeinflussung von Affekten heute eine Technologie hervorgegangen ist, die auf digitale Erfassung und Beeinflussung der Gefühle durch Geräte und Algorithmen zielt. Mechanismen der emotionalen Regulierung und Selbstmedikation werden dabei vermehrt an Maschinen und Programme delegiert, die sich der politischen Kontrolle weitestgehend entziehen. Dies ist nicht per se problematisch, schließlich entzieht sich auch die Emotionalisierung durch die Kunst unter Bedingungen ihrer Autonomie der politischen Einflussnahme. Doch hinter den Technologien der Emotionalisierung stehen ökonomische Interessen. Während wir über eine jahrhundertelange Erfahrung im Umgang mit der Gefühlsmacht von Rhetorik, Musik, Literatur oder Theater verfügen, stehen wir vielfach als Analphabeten in der technisierten Lebenswelt der Gegenwart. Dabei stehen für uns demokratietheoretische und bildungspolitische Fragen im Vordergrund: Wie lässt sich die digitale Psychotechnik demokratisch gestalten? Welche Folgerungen ergeben sich nach der „Erziehung der Gefühle“ (Flaubert) für die Erziehung der digitalen Gefühle?\n&nbsp;\n– PROGRAMM –\n&nbsp;\nDonnerstag, 23. Mai 201\nOrt:Stadtbibliothek StuttgartMailänder Platz 1Eröffnung / Keynote-Lecture23. Mai 2019 | 19.30 Uhr Ute Frevert: Gefühle und GeschichteVortrag in der Reihe Kulturtheorien\nFreitag, 24. Mai 2019\nOrt:Universität StuttgartKeplerstraße 7Senatssaal\n&nbsp;\n9.00 Uhr Begrüßung und Einleitung Felix Heidenreich / Florian Weber-Stein (Universität Stuttgart / Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)&nbsp;Was sind Technologien der Emotionalisierung?\n&nbsp;\nThemenblock 1: Die Regierung der Seele&nbsp;\n&nbsp;\n9.30 Uhr  Bernd Bösel (Universität Potsdam)Politik und/als Psychotechnik: Platon in der zeitgenössischen Debatte um Psychometrie, Persuasive Computing und andere Sophistereien\n10.40 Uhr Kurze Pause\n10.50 Uhr Ralf Lankau (Hochschule Offenburg)Digitalisierung als De-Humanisierung von Schulen\n12.00 Uhr Mittagspause\n&nbsp;\nThemenblock 2: Die Algorithmisierung der Beziehungen\n&nbsp;\n13.30 Uhr Martin Fischer (Universität Potsdam)Emotionale Beziehungen zu humanoiden Robotern - Psychologische Vorüberlegungen\n14.40 Uhr kurze Pause\n14.50 Uhr  Anja Breljak (Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften – ZeM, Potsdam)Affektmaschinen: Von der Emotionalisierung zum Exploit\n16.00 Uhr Pause\n16.20 Uhr Andreas Kaminski (High Performance Computing Center Stuttgart – HLRS)Evidenz oder Emotion? Techniken des Vertrauens von Hume bis zu iborderctrl\n17.30 Uhr Kurzes Zwischenfazit\n19.00 Uhr Möglicher Besuch des Kunstmuseums Stuttgart (Schlossplatz)\n20.00 Uhr Gemeinsames Abendessen\n\nSamstag, 25. Mai 2019 \nOrt:Universität StuttgartKeplerstraße 7Senatssaal\nThemenblock 3: Die Demokratisierung digitalen Regierens\n&nbsp;\n9.00 Uhr Jan-Felix Schrape (Universität Hohenheim)Emotionalisierung der politischen Kommunikation in der Plattformöffentlichkeit\n10.10 Uhr  Kurze Pause\n10.20 Uhr Thorsten Thiel (Wissenschaftszentrum Berlin)Quiet, please – Demokratische Optionen zur Rejustierung digitaler Öffentlichkeit\n11.30 Uhr AbschlussdiskussionWie lassen sich Technologien der Emotionalisierung wissenschaftlich untersuchen? Wie lassen sie sich politisch gestalten?\n12.00 UhrTagungsende\n&nbsp;\nProjektleitung: Dr. Felix Heidenreich und Prof. Dr. Florian Weber-SteinDie Veranstaltung wird aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.\nIm Rahmen des Verbundprojekts KOALA - Kooperation in allen Lehramtsfächern auf- und ausbauen.
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