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SUMMARY:Deutsch-Italienische Tagung: Künstleridentitäten und Kunstbegriffe zwischen Italien und Deutschland. Bildung und Umbildung eines Paradigmas
DESCRIPTION:Künstleridentitäten entwickeln sich in der Auseinandersetzung mit Vorbildern. Für die deutschen Vorstellungen vom Künstler war Italien von bedeutendem Einfluss, vor allem durch die italienischen Renaissancekünstler, die in Deutschland durch die Vite von Giorgio Vasari bekannt wurden. Dieser bislang als unilateral betrachteten Einflussnahme soll eine neue Perspektive gegeben werden, die das Verhältnis von Vorbild (Italien) und Nachbildung (Deutschland) als bilaterales herausarbeitet und so einen Dialog zwischen den beiden Ländern freilegt. Das Hauptaugenmerk der porträtartig angelegten Tagungsstruktur liegt dabei auf den innerhalb dieses Dialogs identifizierbaren Vorbildern. Künstleridentitäten entwickeln sich immer in der Auseinandersetzung mit Vorbildern, und mit dieser Auseinandersetzung ist unweigerlich die Frage verbunden: Warum nimmt wer wen als Vorbild? Welcher Aspekt ist hier wichtig? \n  Dabei wird der Künstler nicht nur als Person begriffen, die sich in einem komplexer werdenden Gesellschaftssystem verorten muss, sondern als Kommunikationsmedium innerhalb eines Dialoges, der im Austausch überhaupt erst Identität zu erschaffen vermag. \n  Nicht zuletzt wird die These vertreten, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch auf diesem Gebiet ein Paradigmenwechsel stattfindet, der die bislang eher latente Bilateralität der deutsch-italienischen Künstlerbeziehungen deutlich zutage treten lässt. \n   \n   \n  Programm: \n   \n   \n  Donnerstag, 23. April 2015 \n   \n  – Das 19. Jahrhundert – \n   \n  14.00 Uhr \n  Begrüßung und Einführung&nbsp; \n  Luca Farulli (Firenze/Venezia), Sabrina Krone (Stuttgart), Barbara Potthast (Stuttgart) \n   \n  14.15 Uhr \n  Grußwort&nbsp; \n  Georg Maag (Direktor Italienzentrum) \n   \n  14.30 Uhr \n  Belle infidèle? Goethes Cellini&nbsp; \n  Angela Oster (München) \n   \n  15.15 Uhr \n  Dürer und Raffael als Künstler-Vorbilder&nbsp; \n  Gerd Reichardt (Stuttgart) \n   \n  16.00 Kaffeepause \n   \n  16.30–18.00 Uhr Workshop-Phase \n  \n  19.00 UhrAbendveranstaltungSaal der Akademie für gesprochenes Wort \n   \n  Deutsche Künstler in Rom – ein fiktiver Dialog \n  Szenische Lesung, Rudolf Guckelsberger (SWR) \n  (Akademie für gesprochenes Wort) \n   \n  Unter den deutschen Künstlern in Rom um Goethe entsteht eine neues Bild von Kunst und Künstler, das die deutschen Schriftsteller und Maler über hundert Jahre prägen sollte. Die Reise nach Italien wird zum Erweckungserlebnis, das in Briefen, Gesprächen und Tagebucheinträgen festgehalten wird und das in einer szenischen Lesung durch Sprecher der Akademie für Gesprochenes Wort wieder verlebendigt werden soll. \n   \n   \n  Freitag, 24. April 2015 \n   \n  – Das 20. Jahrhundert – \n   \n  9.00 Uhr \n  Friedrich Nietzsche und Jacob Burckhardt&nbsp; \n  Luca Farulli (Firenze/Venezia) \n   \n  9.45 Uhr \n  Thomas Mann als Brückenfigur&nbsp; \n  Barbara Potthast (Stuttgart) \n   \n  10.30 &nbsp;Uhr Kaffeepause \n   \n  11.00 &nbsp;Uhr Workshop-Phase \n   \n  12.30 Uhr Mittagspause \n   \n  14.00 Uhr \n  Die Avantgarden auf der Suche nach neuen Identitäten&nbsp; \n  Sabrina Krone (Stuttgart) \n   \n  14.45 Uhr \n  Bauhaus&nbsp; \n  Alberto Giorgio Cassani (Venezia) \n   \n  15.30 Uhr Kaffeepause \n   \n  16.00–17.30 Uhr Workshop-Phase \n   \n   \n  Abendveranstaltung \n  Theaterhaus Stuttgart&nbsp; \n  Siemensstraße 11, Glashaus \n  70469 Stuttgart \n  Beginn: 19.30 Uhr \n  Eintritt: 10,- Euro / ermäßigt 8,- Euro \n   \n  Giovanni Anceschi im Gespräch über Ulmer Schule und Gruppo T  \n  Giovanni Anceschi (Venezia/Milano) \n   \n   \n  Samstag, 25. April 2015 \n   \n  – Das 20. und 21. Jahrhundert – \n   \n  9.00 Uhr \n  Joseph Beuys in Italia: tra relitto e feticcio, mito e materia \n  Cecilia Liveriero Lavelli (Lugano) \n   \n  9.45 Uhr \n  Kompositionen von T.W. Adorno \n  Rebecca R. Farulli, Klavier \n   \n  10.00 Uhr&nbsp; \n  Paradigmenwechsel in der Künstler-identität. Adornos Rezeption in Italien \n  Luca Farulli (Firenze/Venezia) \n   \n  10.45 Uhr Kaffeepause \n   \n  11.15 Uhr Workshop-Phase \n   \n  12.15 Uhr \n  Kompositionen von T.W. Adorno \n  Leipziger Streichquartett \n   \n  12.30 Uhr&nbsp; \n  Ausblicke auf das 21. Jahrhundert. Gibt es eine Trennung zwischen Visual Culture und Kunst? \n  Podiumsdiskussion \n    \n   Organisation:&nbsp;\n    Luca Farulli (Firenze/Venezia), Sabrina Krone (Stuttgart), Barbara Potthast (Stuttgart)  \n   \n  Um Anmeldung wird gebeten: \n  Sabrina Krone \n  Romanische Literaturen | Italianistik \n  sabrina.krone@ilw.uni-stuttgart.de
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