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SUMMARY:‚Empirisierung des Transzendentalen‘. Epistemologische Voraussetzungen und Erscheinungen der ‚ästhetischen Moderne‘ in Wissenschaft, Literatur und Kunst um 1900
DESCRIPTION:Ab 1850 kommt es zu einer Destabilisierung des Erkenntnismodells des Deutschen Idealismus, die sich zeitgleich auf unterschiedlichen Wissensfeldern bemerkbar macht: Sinnesphysiologie, Kulturanthropologie, Sprachwissenschaft. Überall wird die Beantwortung der Frage nach den ‚Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis‘ der philosophischen Erkenntnistheorie entzogen und an die Erfahrungswissenschaften delegiert. Wenn der Erkenntnisapparat nun aber selbst als ein empirischer Sachverhalt behandelt wird, nicht mehr als transzendentales Apriori, dann bedeutet dies für die Akteure um 1900, dass zunehmend auch seine Kontingenz in Rechnung zu stellen ist. Kunst und Literatur der Zeit nehmen an diesem Problem regen Anteil, verhandeln es nicht nur auf der Ebene der Information, sondern ebenso in neuartigen künstlerischen Fakturen. Auf diese Weise werden sie zum Reflexionsmedium, aber sie partizipieren auch an der Genese neuer – skeptischer, sprachpragmatischer oder evolutionärer – Erkenntnismodelle um 1900. \n    \n  Das Netzwerk untersucht in seinen dreißig Teilprojekten diesen Problemzusammenhang. Vom 17. bis 19. Juli 2014 findet in Stuttgart der Eröffnungsworkshop statt. Zwei komplementäre publikumsoffene Impulsvorträge aus Philosophie und Literaturwissenschaft eröffnen das thematische Spektrum. \n    \n  Das Netzwerk „Empirisierung des Transzendentalen“ bringt 15 Forscherinnen und Forscher aus fünf Disziplinen (Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte/Bildwissenschaft, \n    \n  Sprachwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte) und sechs Nationen unter der Fragestellung zusammen: Auf welche Weise wird die empirische Untersuchung der menschlichen Erkenntnisbedingungen von 1850 bis 1920 in den Wissenschaften und Künsten \n    \n  reflektiert, wie hängt sie mit der Herausbildung der ‚ästhetischen Moderne‘ zusammen und welchen Beitrag leisten Kunst und Literatur zur Genese neuer Erkenntnismodelle? \n    \n  Über die Jahre 2014 bis 2017 finden fünf Workshops an vier verschiedenen Universitäten und Zentren statt. Gefördert wird das Netzwerk von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). \n    \n  Der Auftaktworkshop wird veranstaltet von der Abteilung für Neuere deutsche Literatur I und dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach. \n    \n   Kontakt und Information: \n    \n  Dr. Philip Ajouri\nForschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel\n  Deutsches Literaturarchiv Marbach \n  philip.ajouri@dla-marbach.de \n    \n  Jun.-Prof. Dr. Benjamin Specht \n  Universität Stuttgart, Neuere deutsche Literatur \n  benjamin.specht@ilw.uni-stuttgart.de   \n   \n  \n Eröffnungsvortrag \n  Do., 17. Juli 2014, 19.00 Uhr, Universität Stuttgart, Keplerstr. 17, Raum 17.21 \n    \n  Catrin Misselhorn: „Musils meta-philosophische Position im Spannungsfeld von traditioneller Philosophie, Naturalismus und Philosophie als Literatur“ \n    \n  Eröffnungsvortrag \n  Fr., 18. Juli 2014, 11.30 Uhr, Universität Stuttgart, Keplerstr. 17, Raum 17.21 \n    \n  Manfred Engel: „Existenzielle Fundierung und historisches Apriori. Empirisierung und Abstraktion in Texten der literarischen Moderne"
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